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5 Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte

Tasse mit Kamillentee zur Stärkung der Abwehrkräfte

Es ist unsichtbar und läuft dennoch permanent auf Hochtouren – unser Immunsystem. Bei diesem handelt es sich um das Abwehrsystem des Körpers. Es schützt nicht nur vor Krankheitserregern und Schadstoffen, sondern hilft auch beim Heilen von Verletzungen. Wir verraten euch, was es mit dem Immunsystem auf sich hat und geben euch Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Selbstheilung – Alltag für den Körper

Unsere Körper befinden sich in ständigem Austausch mit der Umwelt. Dort gibt es eine große Anzahl von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten. Wenn krankmachende Keime in den Körper eindringen, können sie unter Umständen gesundheitsgefährdende Infektionen verursachen – weshalb eine Stärkung der Abwehrkräfte so wichtig ist. Das Abwehrsystem gegen fremde Stoffe, wie es zum Beispiel auch Schadstoffe aus der Luft sein können, ist das Immunsystem. Zu seinen Aufgaben gehört es unerwünschte Eindringlinge zu eliminieren, giftige Substanzen unschädlich zu machen und Ansteckungen zu verhindern.

Der Aufbau des Immunsystems ist komplex. Es setzt sich aus einer unspezifischen und einer spezifischen Immunantwort zusammen. Die unspezifische Immunität ist angeboren. Diese von Geburt an aktiven Abwehrkräfte sind nicht auf bestimmte Erreger spezialisiert. Sie erkennen und vernichten alles, was als körperfremd erkannt wird. Die spezifische Immunität hingegen wird im Laufe des Lebens erworben. Diese Abwehrmechanismen werden erst durch den Kontakt mit dem Erreger aktiv. Besondere Zellen merken sich die Beschaffenheit des Erregers, so dass bei einer erneuten Ansteckung ganz schnell die passenden Antikörper für die Verteidigung der Gesundheit produziert werden können.

Geschwächtes Immunsystem

Bedauerlicherweise funktioniert bei der „Körperpolizei“ nicht immer alles reibungslos. Unsere Abwehrkräfte können aus unterschiedlichen Gründen geschwächt sein. Neben erblich bedingter Immunschwäche können auch Krankheiten, das Alter, ein Ungleichgewicht der Darmflora oder ein ungesunder Lebensstil dazu führen, dass das Immunsystem nicht mehr einwandfrei funktioniert. Doch jeder Mensch kann dazu beitragen seine Abwehrkräfte zu stärken!

Stärkung der Abwehrkräfte

1) In der Ruhe liegt die Kraft

Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Ebenso wie sich körperliche Beschwerden auf die Psyche auswirken können, kann Stress auch körperliche Folgen nach sich ziehen. Sei achtsam und höre auf die Signale deines Körpers!

2)Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch die richtige Ernährung

Du bist, was du isst. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln beeinflusst unser körperliches Wohlempfinden in hohem Maße. In Bio-Betrieben sind laut EU-Verordnung nach Möglichkeit statt Antibiotika homöopathische oder phytotherapeutische Arzneimittel anzuwenden.

3) Die große Kraft des Sports

Wer rastet, der rostet. Regelmäßige Bewegung macht nicht nur fit und stark. Sport fördert auch die Bildung von Glückshormonen. Diese wirken sich positiv auf die Fähigkeit zur Selbstheilung aus.

4) Darmgesundheit für ein starkes Immunsystem

Ein großer Teil der Zellen des Abwehrsystems findet sich in unserem Darm. Eine gesunde Darmflora und die richtigen probiotischen Bakterien sorgen für eine optimale Stärkung der Abwehrkräfte und reduzieren die Infektanfälligkeit.

5) Selbstheilungskräfte mit Homöopathie aktivieren

Homöopathische Behandlungen erstrecken sich ganzheitlich auf Körper, Geist und Seele des Menschen. Die Homöopathie regt durch feinste Reize die Selbstheilungskräfte an.

Homöopathie für die bei Infektanfälligkeit

Bei Menschen, die wiederkehrend an Infekten und Entzündungen erkranken, hat sich die Homöopathie bewährt. Eine besondere Rolle spielt hier auch das Darm-assoziierte Immunsystem. Deshalb werden auch Mittel empfohlen, die auf der Organ-Ebene eine Beziehung zum Darm haben.

Echinacea: Die Heilpflanze wird zur Stärkung des Immunsystems bevorzugt als Urtinktur eingenommen. Die Behandlung mit dieser homöopathischen Arznei ist bei wiederkehrenden Infekten der Atemwege mit Fieber angezeigt.

Thuja: Dieses Mittel hilft bei ständigen Infekten mit dickem, gelb-grünlichen Schleim in der Nase, dem Hals oder auch in den Augen oder Ohren. Zur Stärkung des Immunsystems kann Thuja auch bei häufigen Mandelentzündungen, bei regelmäßig wieder auftretenden Mittelohrentzündungen und bei häufigen Infekten von Nieren oder Blase gegeben werden.

Calcium carbonicum: Dieses Präparat wird vor allen Dingen bei Kindern mit Infektanfälligkeit eingesetzt – es ist aber natürlich auch bei Erwachsenen hilfreich!

Silicea: Bei wiederkehrenden Infekten im Hals-Nasen-Ohrenbereich mit anhaltenden Absonderungen hat sich Silicea bewährt. Patienten, die diese homöopathische Arznei benötigen, sind sehr kälteempfindlich und allgemein eher schwach. Sie neigen zu nächtlichem Schwitzen am Kopf.

Okoubaka: Die Arznei wird bei Menschen, die immer wieder unter Infektionen im Magen-Darm-Bereich oder unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden, für eine Darmsanierung angewendet. Das Mittel hat sich als Unterstützung nach der Einnahme von Antibiotika bewährt. Es fördert die Ausscheidung von Antibiotika und trägt zum Aufbau der Darmflora bei.

Sollten bestimmte Beschwerden in regelmäßigen Abständen wiederkehren, kann eine homöopathische Konstitutionsbehandlung sinnvoll sein, um langfristig einen guten Immunstatus zu erhalten und eine nachhaltige Stärkung der Abwehrkräfte zu erreichen.

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